| cvp. Die CVP Wollerau hat am vergangenen Dienstag, 24. Januar, eine öffentliche Veranstaltung zum Thema "Tagesschule in Wollerau" organisiert. Das Ergebnis dieser Veranstaltung war für die CVP einerseits erfreulich, andererseits äusserst ernüchternd. Der Gemeinderat Wollerau hat im Jahr 2003 den Antrag der CVP Wollerau, ein umfassendes Konzept für die familienergänzende Kinderbetreuung ausarbeiten zu lassen, insofern an die Hand genommen, als er den Schulrat Wollerau mit der Ausarbeitung einer Projektstudie zum Thema "Tagesschulstrukturen" beauftragt hat. Eine Arbeitsgruppe des Schulrats unter der Leitung von Rolf Sigrist hat innert weniger Monate eine Situationsanalyse erarbeitet, Handlungsbedarf ausgewiesen und konkrete Schritte angeregt. Dabei wurden auch Varianten aufgezeigt. Die Ergebnisse wurden vom ganzen Schulrat mitgetragen, wie Schulratspräsident Peter Hediger am Dienstag bestätigte. Im Frühjahr 2004 wurden sie dem Gemeinderat Wollerau präsentiert. Konkrete Folgen zeitigten die Erkenntnisse bis heute allerdings keine, sieht man von den Bemühungen des Gemeinderates ab, auf den Beginn des Schuljahres 2006/2007 auf dem Areal der Primarschule Raum für einen Mittagstisch anbieten zu können. Vertiefte Abklärungen nötig Die ausführlichen Diskussionen, aber auch die Ausführungen von Beatrice Weber, Vorsteherin der Betreuungsangebote in der Schulpflege Zollikon, sowie von Schulratspräsident Peter Hediger haben anlässlich der Veranstaltung klar gezeigt, dass ohne eine treibende Kraft weitere Abklärungen oder eine Umsetzung der vom Schulrat angeregten Massnahmen nicht passieren werden. Der Schulrat hat klar gemacht, dass er diese Rolle nicht übernehmen kann und will. Das Anliegen ist breiter abzustützen. Allerdings ist die CVP der Meinung, dass dies weder der Elternverein noch eine politische Partei alleine an die Hand nehmen kann. Gerade auch deshalb, weil sich klar gezeigt hat, dass nur eine „ganze Lösung“, die nicht beim Mittagstisch „Halt“ macht, für Wollerau Sinn macht. Die CVP ist zudem der Meinung, dass zentrale Fragen wie der Angebotsumfang, das Raumangebot oder die Einbindung einer Tagesschulorganisation in die geleitete Schule (Zollikons professionelle Betreuer sind der Schulleitung unterstellt) ohne Vertreter der Behörden gar nicht zu beantworten sind. Den „Umweg“ über eine Initiative, wie er zum Beispiel in der Gemeinde Zollikon gewählt wurde, ist angesichts der Grundlagen, die der Schulrat erarbeitet hat, für die CVP nicht nötig. Der Handlungsbedarf ist ausgewiesen, es sind allerdings noch vertiefte Abklärungen nötig, nachdem die Projektgruppe nur wenige Monate Zeit für ihre Abklärungen hatte. Breit abgestützte Arbeitsgruppe Die CVP Wollerau fordert den Gemeinderat Wollerau auf, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die auf der Basis der vom Schulrat Wollerau erarbeiteten Projektstudie 2004 die Frage einer freiwilligen Tagesschule mit flexiblen Strukturen in Wollerau vertieft prüft. Sie soll dem Gemeinderat wie den Bürgerinnen und Bürgern bis Ende 2006 eine Grundlage liefern, auf der in breiten Kreisen eine Meinungsbildung stattfinden sowie Weichenstellungen getroffen werden können. Das Gremium ist, wie von der Projektgruppe des Schulrates angeregt, breit abzustützen und hat neben Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderates und des Schulrates den Elternverein, weitere interessierte Organisationen sowie die Parteien mit einzubeziehen. Grundlagen bis Ende 2006 Die CVP Wollerau ist sich bewusst, dass die Ausgestaltung einer freiwilligen Tagesschule mit flexiblen Strukturen sehr unterschiedlich sein kann. Die vom Schulrat Wollerau erarbeiteten und am 24. Januar präsentierten Grundlagen zeigen allerdings, dass wir aus pädagogischen und sozialen Gründen, aber auch mit Blick auf die Herausforderung, eine attraktive Gemeinde für Familien zu bleiben, über kurz oder lang nicht mehr um das Thema „freiwillige Tagesschule“ herumkommen. |
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| Quelle: CVP Wollerau | |
| Ort: 8832 Wollerau | |
| Datum: 26.01.2006 | |
| Rubrik: Berichte der Ortsparteien | |